Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Geltungsbereich
Diese Auftragsbedingungen gelten für Verträge zwischen Gabriele Gleiss-Balthasar (im folgenden „Auftragnehmer“ genannt) und ihren Auftraggebern („Auftraggeber“), soweit nichts anderes ausdrücklich vereinbart oder gesetzlich unabdingbar vorgeschrieben ist.

2. Mitwirkungs- und Aufklärungspflicht des Auftraggebers
(1) Der Auftraggeber muss den Auftragnehmer bei Auftragsvergabe über besondere Ausführungsformen der Übersetzung informieren (Übersetzung auf Datenträgern, Anzahl der Ausfertigungen, äußere Form der Übersetzungen, etc.) und bei Auftragsvergabe alle notwendigen Informationen zur Ausführung des Auftrags bereitstellen (Zeichnungen, Tabellen, Abkürzungen, unternehmensinterne Terminologie, besondere Firmeninformationen, etc.). Der Verwendungszweck einer Übersetzung ist anzugeben. Ist die Übersetzung für den Druck bestimmt, ist der Kunde gehalten, dem Auftragnehmer einen Abzug zur Korrektur zu überlassen. Bei Dolmetschaufträgen muss der Kunde den Auftragnehmer rechtzeitig über den besonderen Ausführungsrahmen des Dolmetschauftrags informieren und die entsprechend benötigten Unterlagen zur Erbringung der Leistungen zur Verfügung stellen.
(2) Fehler, die sich aus der Nichteinhaltung dieser Verpflichtungen ergeben, gehen zu Lasten des Auftraggebers.

3. Ausführung und Mängelbeseitigung / Haftung
(1) Die Übersetzung wird nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Berufsausübung ausgeführt. Der Auftraggeber erhält die vertraglich vereinbarte Ausfertigung der Übersetzung. Fachausdrücke werden, sofern keine Unterlagen oder besondere Anweisungen durch den Auftraggeber vorliegen, in die allgemein übliche, lexikalisch vertretbare bzw. allgemein verständliche Version übersetzt. Der Auftragnehmer verpflichtet sich, die Aufträge sorgfältig, gewissenhaft und vertraulich auszuführen. Das Produkt von Dolmetschleistungen ist ausschließlich zur sofortigen Anhörung bestimmt. Eine Aufzeichnung ist nur nach vorheriger Zustimmung des Auftragnehmers zulässig. Jede weitere Verwendung bedarf einer gesonderten vertraglichen Vereinbarung.
(2) Mängel an der Übersetzung, die auf schlecht lesbare, fehlerhafte oder unvollständige Textvorlagen oder auf fehlerhafte oder falsche kundeneigene Terminologie zurückzuführen sind, fallen nicht in den Verantwortungsbereich des Auftragnehmers.
(3) Unterschiedliche Auffassungen von gutem Stil begründen keinen Mangel.
(4) Rügt der Auftraggeber einen in der Übersetzung objektiv vorhandenen, nicht unerheblichen Mangel, hat der Auftraggeber Anspruch auf Beseitigung der in der Übersetzung enthaltenen Mängel durch den Auftragnehmer. Der Anspruch auf Mängelbeseitigung muss vom Auftraggeber dem Auftragnehmer gegenüber unter genauer Angabe des Mangels schriftlich und unverzüglich geltend gemacht werden. Für die Nacharbeit räumt der Auftraggeber dem Auftragnehmer eine angemessene Frist ein.
(5) Der Anspruch auf Nachbesserung ist ausgeschlossen, wenn die Mängelanzeige nicht innerhalb von 14 Tagen nach Abgabe der Übersetzung eingegangen ist.
(6) Der Auftragnehmer haftet nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit und nicht für durch eine fehlerhafte Übersetzung entstandene mittelbare Schäden. Die Haftung ist auf die Höhe des vereinbarten Honorars beschränkt. Eine Haftung für Folgeschäden ist ausgeschlossen.
(7) Bei Übersetzungen, die für Druckwerke verwendet werden, besteht eine Haftung für Mängel nur dann, wenn der Auftraggeber in seinem Auftrag ausdrücklich schriftlich bekannt gibt, dass er beabsichtigt, den Text zu veröffentlichen, und wenn dem Auftragnehmer Korrekturabzüge vorgelegt werden. In diesem Fall hat der Auftragnehmer Anspruch auf einen angemessenen Kostenersatz bzw. ein angemessenes Stundenhonorar für die Korrektur.
(8) Lieferfristen und -termine werden bei Auftragsvergabe vereinbart und sind bindend. Der Auftragnehmer kommt jedoch nicht in Verzug, solange die Leistung infolge eines Umstandes nicht erbracht wird, den der Auftragnehmer nicht zu vertreten hat. Beruht die Nichteinhaltung eines Liefertermins auf höherer Gewalt, so ist der Auftragnehmer berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten oder vom Auftraggeber eine angemessene Nachfrist zu verlangen. Bereits entstandene Zahlungsverpflichtungen sind in jedem Falle zu erfüllen. Der Auftraggeber ist im Übrigen verpflichtet, dem Auftragnehmer bereits entstandene Kosten zu ersetzen und bereits erbrachte Leistungen zu bezahlen. Weitergehende Rechte, insbesondere Schadensersatzansprüche, sind in diesen Fällen ausgeschlossen. Bei Änderung des Auftragsgegenstandes sind Lieferfristen und Honorare neu zu verhandeln.
(9) Eine Haftung für Beschädigung bzw. Verlust der vom Auftraggeber übergebenen Materialien ist ausgeschlossen. Der Auftraggeber hat für eine ausreichende Sicherung seiner Daten zu sorgen.

4. Störung, höhere Gewalt, Netzwerk- und Serverfehler
Für Schäden, die durch Störung des Betriebs, insbesondere durch höhere Gewalt, z.B. Naturereignisse und Verkehrsstörungen, Netzwerk- und Serverfehler, etwaige andere Leitungs- und Übertragungsstörungen und sonstige nicht zu vertretende Hindernisse entstanden sind, wird keine Haftung übernommen.

5. Berufsgeheimnis
Der Auftragnehmer verpflichtet sich, vom Auftraggeber im Zusammenhang mit dem Auftrag überlassene Informationen und Unterlagen vertraulich zu behandeln.

6. Vergütung und Grundlage der Berechnung
(1) Übersetzungsaufträge werden nach Normzeilen oder Worten abgerechnet. Im Falle der Abrechnung von Übersetzungen ins Deutsche nach Worten gilt hierbei für die einzelnen Sprachen ein besonderer Abrechnungsschlüssel; die Wortanzahl wird mittels eines Zählprogramms ermittelt. Als Normzeile gelten 50 Anschläge inkl. Leerzeichen. Zur Ermittlung der Zeilenzahl werden die in der Übersetzung enthaltenen Anschläge mit einem Zählprogramm gezählt und durch 50 geteilt.
(2) Bei Dolmetschaufträgen wird ein Honorar auf Stundenbasis vereinbart.
(3) Eventuelle Korrekturarbeiten werden nach Aufwand berechnet. Der Auftragnehmer kann bei umfangreichen Übersetzungen einen Vorschuss verlangen, der für die Durchführung der Übersetzung objektiv erforderlich ist.

7. Zahlungsbedingungen
Die Rechnungserstellung erfolgt nach Übermittlung der Übersetzung an den Kunden. Zu bezah­len ist der Rechnungsbetrag per Banküberweisung innerhalb von 14 Tagen ab Rech­nungs­datum, ohne Abzug. Eventuelle Überweisungskosten gehen zu Lasten des Auftragsgebers, ebenso eventuelle Gebühren für Auslandsschecks bzw. Überweisungen aus dem Ausland.

8. Eigentumsvorbehalt und Urheberrecht
(1) Der Auftraggeber hat erst nach vollständiger Bezahlung das Recht zur Nutzung der Übersetzung.
(2) Der Auftragnehmer hat das Urheberrecht an der Übersetzung.

9. Vertragskündigung Der Auftraggeber kann den Vertrag bis zur Fertigstellung der Übersetzungsarbeiten bzw. bis zur Erbringung der Dolmetschleistungen nur aus wichtigem Grund kündigen. Die Kündigung ist nur dann wirksam, wenn sie dem Auftragnehmer gegenüber schriftlich erklärt wurde. Dem Auftragnehmer steht in diesem Fall bei Übersetzungsaufträgen ein Honorar zu, das sich nach der vereinbarten Berechnungsgrundlage und den bis zum Zeitpunkt der Vertragskündigung erbrachten Leistungen bemisst, sowie ggfs. Schadensersatz für entgangenen Gewinn bis maximal in Höhe des Auftragswertes. Bei Dolmetschaufträgen hat der Auftragnehmer Anspruch auf das vereinbarte Honorar sowie die Erstattung der ihm nachweislich entstandenen Kosten.

10. Anwendbares Recht
(1) Für den Auftrag und alle sich daraus ergebenden Ansprüche gilt deutsches Recht. Gerichtsstand ist der Sitz des Auftragnehmers.
(2) Die Wirksamkeit dieser Auftragsbedingungen wird durch die Nichtigkeit und Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen nicht berührt.